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Dieses Jahr war eine größere Herausforderung, als Verleger und Werbetreibende je hätten ahnen können. In dieser neuen Ära, in der wir uns befinden, hat sich der digitale Wandel in rasantem Tempo und in enormem Ausmaß beschleunigt und bringt die virtuelle Welt in den Alltag, in die Wohnungen und an die Arbeitsplätze.

Die Medienunternehmen haben schnell gehandelt, um auf die Covid-19-Pandemie zu reagieren und die Bedürfnisse des Publikums in dieser Zeit der Unsicherheit zu erfüllen. Die Technologie hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Verlage an die sich verändernde Landschaft anpassen konnten. Viele neue Entwicklungen in der Branche, die in den letzten Monaten aufgetreten sind oder sich beschleunigt haben, werden wahrscheinlich auch in Zukunft Bestand haben. In diesem Artikel stellen wir 6 Veränderungen in der Verlagsbranche vor, für die wir dankbar sind.

Diversifizierung der Einnahmen

Jahrzehntelang war die Werbung die wichtigste Einnahmequelle für Medienunternehmen. Dies wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht ändern, aber immer mehr Verlage wenden sich Abonnementmodellen zu, um ihren Einnahmenmix zu diversifizieren. Die Konkurrenz von Big Tech und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Anzeigenverkauf haben diesen Trend ins Rampenlicht gerückt.

Kombinierte Werbe- und Abonnementmodelle erweisen sich als eine Win-Win-Win-Situation (für Verleger, Werbetreibende und das Publikum). Letztere wollen personalisierte, hochwertige Inhalte, die sie durch das Abonnement einer bestimmten Publikation oder Inhaltsreihe erhalten können. Verleger und Werbetreibende wünschen sich ein treues Publikum und erstklassige Daten, was Abonnementmodelle ebenfalls bieten.

Unser aktueller Adweek-Bericht " Combined Revenue Models Gaining Traction in Media Industry" (Kombinierte Einnahmemodelle gewinnen in der Medienbranche an Bedeutung) ergab, dass 38 % der Verlage "sehr oder äußerst konzentriert" auf die Steigerung der Abonnementeinnahmen ihres Unternehmens sind.

Flexible Arbeitsumgebungen

Viele Unternehmen, auch in der Medienbranche, haben sich in diesem Jahr und sogar bis 2021 für langfristige Heimarbeitsregelungen entschieden. 

Laut Global Workplace Analytics werden bis Ende 2021 voraussichtlich 30 % der US-Beschäftigten mehrere Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. In Großbritannien erreichte die Telearbeit im Juni einen Spitzenwert von 38 % der Belegschaft, berichtet The Guardian. Und in Kanada haben nach Angaben von Statistics Canada derzeit etwa 40 % der Arbeitnehmer einen Job, der von zu Hause aus erledigt werden kann.

Die Art der Büroarbeit, einschließlich persönlicher Besprechungen und Kaffeepausengespräche, hat sich infolge der Pandemie verändert, selbst in Unternehmen, die bereits gelegentliche Fernarbeit zuließen. Diese Regelung ist zwar nicht für jeden ideal, aber die Flexibilität für die Arbeitnehmer und der Zugang zu einem größeren Talentpool für die Arbeitgeber sind willkommene Veränderungen.

Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

Wenn man nicht gerade in der Landwirtschaft tätig ist, sind Silos nicht gut fürs Geschäft. Die Verlage waren in diesem Jahr gezwungen, extrem agil zu sein, was dazu geführt hat, dass sie sich der Notwendigkeit einer verstärkten abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit und des Abbaus von Barrieren zwischen Teams bewusst geworden sind, um ihre beste Arbeit zu leisten.

Je häufiger die Abteilungen zusammenarbeiten, desto mehr Möglichkeiten für Kreativität und Innovation gibt es in den Medienunternehmen. Wenn beispielsweise Marketing- und Vertriebsteams zusammenarbeiten, können sie einen tieferen Einblick in die Probleme gewinnen, die zur Abwanderung von Abonnenten führen, und herausfinden, welche Änderungen an den Inhalten vorgenommen werden müssen, um die Abonnenten besser zu halten. Diese wertvollen Abonnenteninformationen können dann an die Werbetreibenden weitergegeben werden.

Konsolidierung der Daten

Ungleiche Daten sind eine der negativsten Auswirkungen von Abteilungssilos in Medienunternehmen. Die Datenschutzgesetze werden immer strenger, und der Kampf um die Gelder der Werbekunden wird immer härter. Diese beiden Faktoren zusammengenommen machen es für Verlage unerlässlich, über saubere, legal gewonnene Daten zu verfügen, die sie für die Zielgruppenansprache und die Steigerung ihrer Werbeeinnahmen nutzen können.

Verlage können diese Herausforderungen meistern, indem sie die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit verstärken, ihre bestehenden Datenbanken regelmäßig überprüfen und in die notwendige Technologie investieren (auf die wir später in diesem Artikel eingehen werden), damit sie ihren Konkurrenten aus der Datenperspektive voraus sind.

Wettbewerb mit ummauerten Gärten

Google und Facebook haben in den letzten zehn Jahren zahllosen Verlagen mit ihren niedrigen Werbekosten, ihrer enormen Reichweite und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bilanzen der Medienunternehmen Kopfzerbrechen bereitet. Aber die Verleger nehmen den Kampf mit Big Tech nicht auf die leichte Schulter.

Obwohl die Medienbranche und die Öffentlichkeit nicht immer ein perfektes Verhältnis hatten, vertrauen mehr als 60 % der Amerikaner und Kanadier den traditionellen Medien, während weniger als 30 % den sozialen Medien vertrauen, so das Edelman Trust Barometer 2020.

Die Verleger sind sich dieser und anderer Vorteile gegenüber den "Walled Gardens" sehr wohl bewusst, wie z. B. die Fähigkeit der Medienunternehmen, den Werbetreibenden eine anpassbare, markensichere Umgebung und Kontrolle über ihre Marketingbotschaften zu bieten.

Investitionen in Technologie

Wir haben einige solide Strategien erörtert, die Verleger in letzter Zeit angewandt haben. Um Ihre Pläne in die Tat umzusetzen, benötigen Sie jedoch die richtige Technologie. Viele Verlage nutzen bereits Technologielösungen wie Datenverwaltungsplattformen mit Funktionen zur gemeinsamen Nutzung von Daten, um ihr Geschäft reibungsloser zu gestalten und mehr Einnahmen zu erzielen.

Eine Medienverkaufslösung wie das Amplio-System von Lineup ermöglicht es Verlagen, ihre Werbe- und Abonnementdaten auf einer Plattform zu kombinieren, um bessere Konversionsentscheidungen zu treffen. 

Afton Brazzoni

Afton hilft B2B-Unternehmen, ihr Publikum mit fesselnder, erfrischender, effektiver Klarheit durch Storytelling zu bedienen. Sie bringt 12 Jahre Erfahrung im Marketing und in der Kommunikation mit und hat einen Hintergrund im Journalismus. Ihr Ziel ist es, ihren Kunden exzellente Inhalte zu liefern, die ihr Unternehmen voranbringen. Afton hat umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von Strategien und Inhalten für wachstumsorientierte Organisationen wie Technologieunternehmen, Hochschulen und die Tourismusbranche sowie für Unternehmer.